Londonfahrt 2025 - der Samstag
Nach dem Frühstück am Morgen machten wir uns auf den Weg, um einige Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Zuerst liefen wir durch den St. James’s Park, wo bei sonnigem Wetter viele Tiere zu sehen waren. Danach sahen wir die letzten Minuten der Wachablösung am Buckingham Palace. Anschließend gingen wir zum Big Ben und machten Fotos, bevor wir weiter zum London Eye gingen, dort die Zeit genossen und Bilder mit der Themse machten. Die Fahrt mit dem London Eye war leider zu teuer. Danach sind wir durch einen Graffiti-Tunnel gelaufen, bei dem alle Wände und Decken voller Graffiti waren. Dann ging es zur O2-Arena, wo wir Freizeit für das Outlet hatten, und zu Canary Wharf, einem modernen Stadtteil. Anschließend erreichten wir die Tower Bridge, gingen ein Stück hinauf und machten einige Fotos. Nach der Tower Bridge liefen wir noch etwas durch die Stadt, nahmen am Gottesdienst in der St.Paul's Cathedral teil, fuhren dann ein Stück mit dem City-Bus und anschließend mit der U-Bahn zurück zum Hyde Park. Dort hielten wir kurz in einem Souvenir-Shop an und gingen danach direkt zum Bus, mit dem wir wieder nach Hause fuhren.
Lina Heimer (9s)
veröffentlicht am 27.2.2026
Schulalltag in Italien - Erasmus+
Wie stellt man sich eigentlich einen ganz normalen Schulalltag in Italien vor? Genau das habe ich mich auch gefragt, bevor ich meinen Erasmus+-Austausch gemacht habe. Ich heiße Sabrina und habe vom 9. Januar bis zum 23. Januar an einem individuellen Schüleraustausch in Italien, genauer gesagt in Brescia, teilgenommen. Zuerst möchte ich sagen, dass ich die Zeit dort wirklich sehr angenehm fand. Ich habe jeden Tag genossen, viele neue Erfahrungen gesammelt und würde so einen Austausch auf jeden Fall jedem weiterempfehlen. Ich würde es selbst jederzeit wieder machen. Ich habe dort sehr herzliche Menschen kennengelernt, neue Freundschaften geschlossen und auch persönlich viel mitgenommen. Es war übrigens nicht mein erster Austausch, denn vor zwei Jahren habe ich schon einen Gruppenaustausch in Spanien gemacht. Dadurch hatte ich schon ein bisschen Erfahrung, aber Italien war trotzdem nochmal etwas ganz anderes.
In diesem Bericht möchte ich vor allem die Unterschiede im Schulalltag zwischen Deutschland und Italien zeigen, besonders die Beziehung zwischen Lehrern und Schülern, weil mir das am meisten aufgefallen ist. Was ich direkt gemerkt habe, war, wie viel enger und entspannter das Verhältnis dort ist. Die Lehrer wirken nicht nur wie Autoritätspersonen, sondern eher wie Unterstützer. Man kann mit ihnen reden, sie hören zu, machen Witze und sind allgemein lockerer. Im Unterricht war es oft so, dass die Schüler auch mal geredet oder gelacht haben und die Lehrer nicht sofort streng geworden sind. Solange es noch halbwegs zum Thema gepasst hat, war das okay. Ich hatte das Gefühl, dass sie mehr Verständnis und Empathie zeigen und sich eher in die Schüler hineinversetzen, anstatt einfach nur vorne zu stehen und zu sagen, dass jetzt alle still sein sollen. Dadurch war die Stimmung viel angenehmer und man hat sich eher getraut, etwas zu sagen.
Ein weiterer Unterschied ist, dass es dort keine mündlichen oder epochalen Noten gibt wie bei uns. Das heißt, man wird nicht ständig bewertet, nur weil man sich meldet. Dadurch haben viele Schüler weniger Angst, etwas Falsches zu sagen, und beteiligen sich freier am Unterricht. Gleichzeitig ist es aber auch gut für schüchterne Schüler, weil sie nicht gezwungen sind, sich dauernd zu melden. Dafür sind die schriftlichen Arbeiten umso wichtiger und man muss sich darauf mehr vorbereiten.
Was mir auch aufgefallen ist, war das Mitschreiben. Viele tippen wirklich jedes einzelne Wort auf ihren iPads mit und haben nach einer Stunde mehrere Seiten Notizen. Das ist praktisch, weil man später alles nachlesen kann, aber manchmal hatte ich das Gefühl, dass man sich mehr aufs Tippen konzentriert als aufs Zuhören.
Sehr positiv fand ich das Essen in der Schule. Die Cafeteria bietet warmes Frühstück, warme Mahlzeiten und allgemein viel mehr Auswahl, auch gesündere Sachen. Im Vergleich dazu gibt es bei uns nur einen kleinen Kiosk, wo man kaum warmes oder wirklich gutes Essen bekommt. Das fand ich dort deutlich besser organisiert.
Auch die Schulzeiten sind ganz anders. Meistens haben sie schon gegen 13 Uhr Schluss. Dadurch haben sie viel mehr Freizeit am Nachmittag. Meine Austauschpartnerin kam nach Hause, hat gegessen, gelernt und hatte danach noch genug Zeit für Freunde oder Familie. Bei uns endet die Schule oft erst um 16 Uhr und danach muss man noch Hausaufgaben machen, wodurch kaum Zeit für sich selbst bleibt. In dem Punkt wirkte ihr Alltag viel entspannter. Dafür haben sie allerdings auch samstags Schule. Das war für mich eher ungewohnt und ein kleiner Nachteil, weil man nicht ausschlafen kann und ein Teil vom Wochenende fehlt. Zwar geht die Schule nur bis 13 Uhr, aber trotzdem ist der Tag nicht komplett frei.
Die Unterrichtsstunden dauern dort außerdem 60 Minuten statt 45 Minuten wie bei uns. Dadurch haben sie zwar weniger Fächer pro Tag, aber die Konzentration so lange zu halten, ist echt anstrengend. Das habe ich selbst gemerkt. Auch die Pausen sind viel kürzer, insgesamt nur zwei, die erste 15 Minuten und die zweite nur fünf Minute,n was im Vergleich zu unserem System weniger Erholung ist.
Gut fand ich wiederum, dass Schüler zusätzliche Unterstützung bekommen, wenn sie schlechter in einem Fach sind. Sie können extra mit der Lehrerin üben oder sich in den Ferien verbessern. Dort zählt nicht nur die Note, sondern auch der Einsatz und der Wille. Das finde ich sehr fair.
Insgesamt würde ich sagen, dass beide Schulsysteme ihre Vor- und Nachteile haben, aber man sich von beiden Seiten etwas abschauen könnte. Für mich war dieser Austausch eine richtig schöne und lehrreiche Erfahrung, die mich nicht nur schulisch, sondern auch persönlich weitergebracht hat. Hiermit möchte ich zeigen, wie viel man aus so einem Austausch mitnehmen kann und wie viel Glück man eigentlich hat, an einer Erasmus-Schule zu sein und solche Chancen zu bekommen. Deshalb würde ich jedem raten, selbst einmal einen Austausch zu machen und Erfahrungen in anderen Ländern zu sammeln, solange man die Möglichkeit dazu hat.
Sabrina Abdulkadir (MSS 11)
veröffentlicht am 11.02.2026
Wie ich meine Abende in Italien verbrachte
Ich war dieses Jahr im Januar für zwei Wochen in Italien und nahm an einem Erasmus+- Individualaustausch teil. Die Zeit in Italien habe ich persönlich sehr genossen. Die Zeit hat mir viel Spaß gemacht und war eine sehr interessante sowie schöne Erfahrung. Zuvor hatte ich bereits an zwei Gruppenaustauschen teilgenommen, weshalb der Individualaustausch etwas Neues für mich war, das ich unbedingt erleben wollte.
Die Tage beziehungsweise die Abende verbrachte ich fast jeden Tag anders. Meistens verliefen die Tage so, dass wir bis 13 Uhr Schule hatten. Nach der Schule gingen meine Austauschpartnerin, die Austauschpartnerin meiner Freundin und meine Freundin zusammen Mittagessen und danach hatten ich und meine Freundin Freizeit in der Stadt, da unsere Austauschpartnerinnen oft viel lernen mussten. In der Zwischenzeit durften wir die Stadt erkunden, um nicht gelangweilt zu sein, da wir unsere schulische Aufgaben in den Freistunde in der Schule erledigen konnten.
Die meisten Abende fuhr ich dann mit meiner Austauschpartnerin nach Hause, wo wir gemeinsam mit der Familie zu Abend gegessen haben. Nach dem Abendessen haben wir uns häufig viel unterhalten, was für mich persönlich sehr amüsant war, da ich mich mit meiner Austauschfamilie sehr gut verstanden habe. An manchen Tagen haben wir nach dem Abendessen Gesellschaftsspiele gespielt, was ebenfalls sehr lustig war.
Ein Abend blieb mir besonders in Erinnerung, da wir ein wunderschönes Theater besucht haben .Das Stück fande ich sehr schön, allerdings gab es ein Problem mit der Sprachbarriere: Weil ich kein Italienisch spreche, war es unmöglich für mich, das Stück komplett zu verstehen. Trotzdem konnte ich einen Teil verstehen, weil man sich gut um uns kümmerte in der Schule: Wir bekamen die ganzen Informationen zum Stück und somit konnten wir uns vorher darüber erkundigen.
Aus meiner Sicht waren die Wochenenden am schönsten, obwohl wir samstags Schule hatten, weil wir uns abends schön gemacht haben und mit Freunden in die Stadt gegangen sind.Ich wurde sehr gut mit in deren Gespräch involviert und habe mich an keinem Punkt ausgeschlossen gefühlt. Wir haben dann immer der Stadt was gegessen und sind danach nach hause gefahren.
Am nächsten Tag (Sonntag) waren wir einmal in Verona und einmal in Mailand von vormittags bis ungefähr 17/18 Uhr und dann haben wir abends ganz normal mit der Familie gegessen.
Die Abende sind nicht gewaltig unterschiedlich zu Deutschland, aber ich fand es trotzdem sehr schön, mal eine andere Erfahrung zu machen und zu sehen, wie Familien in einem anderen Land ihre Tage verbringen und ich würde es persönlich weiter empfehlen, denn es wurde alles sehr sorgfältig organisiert und es gab keinerlei Probleme oder Konflikte in der Schule, mit der Familie oder mit den Menschen dort.
Mir hat es persönlich wirklich sehr viel Freude bereitet und es war sehr schön, sich einer neuen Gemeinschaft zu öffnen.Es war auch eine Erfahrung wert zu sehen, wie anders deren Kultur ist und welche besonders unterschiedliche Gewohnheiten sie haben.
Arina Budde (MSS 11)
veröffentlicht am 10.2.2026
Warum gilt Finnland als eins der glücklichsten Länder?
Welcher Austausch passt zu mir?
Im Laufe meiner Schulzeit hatte ich durch Erasmus+ die Chance, an insgesamt vier Austauschen teilzunehmen. Dadurch kam mir das Privileg zuteil, die unterschiedlichsten Erfahrungen zu machen. Ich persönlich kann Austausche jedem empfehlen; trotzdem ist es wichtig, den für sich als Person passenden Ort, die passende Länge und die passende Austausch-Art zu finden.
Grundlegend sollte man sich erstmal darüber im Klaren sein, was ein Austausch überhaupt ist: Man lebt in einer anderen Familie. Dort übernimmt man deren Routine bzw. gliedert man sich in die Routine ein. Man muss natürlich offen für andere Kulturen, andere Aktivitäten und das Sprechen einer anderen Sprache sein. Es ist auch wichtig zu wissen, dass euch vorort kein Urlaub erwartet, sondern die Möglichkeit, in das Leben einer anderen Person reinzuschnuppern und Freunde zu finden.
Jetzt, wo wir uns darüber im Klaren sind, was ein Austausch ist und dass das, was uns erwartet, nach etwas klingt, dass dir Spaß machen könnte, gehen wir über in die Austausch-Art. Bei uns werden zwei Arten angeboten.
Zum einen gibt es Gruppenaustausche: Bei denen fährt man gemeinsam mit einer Gruppe von Schülern (erfahrungsgemäß ca. 15–20 Personen, dies kann jedoch variieren) und je nach Größe der Gruppe ein paar Lehrern (meist zwei) weg. Das Besondere dabei ist, dass man ein festes Programm hat und nur ein bis zwei Tage Freizeit bekommt. Das Programm reicht vom Projektarbeit und Museumsbesuch über gemeinsame sportliche Aktivitäten bis zum regulären Unterricht. Man befindet sich dabei praktisch immer in einer Gruppe und hat wenig Zeit allein mit dem Austauschpartner. Vor allem für Menschen, bei denen die Englischkenntnisse noch nicht ausgereift sind, oder die Sorgen haben, sich nicht gut genug verständigen zu können, ist das eine sehr gute Option, denn selbst wenn du im Moment nicht weißt, wie du etwas sagen sollst, kannst du immer einen deiner Mitschüler in deiner Nähe um Hilfe bitten. Einen großen Nachteil, den ich bei Gruppenaustauschen wiederum sehe, ist das Risiko, dass sich die Gruppe in „Deutsch“ und „nicht Deutsch“ aufteilt, da es oft gewohnter ist, Zeit mit seinen Freunden zu verbringen. Da kann ich euch nur ermutigen, euch auch mal zu der Gruppe eurer Austauschpartner zu gesellen, denn dafür seid ihr ja schließlich dort. Ein weiterer Nachteil ist, dass man den Alltag und die Routine nicht authentisch erlebt. Oft ist das Programm bis zum Nachmittag/Abend voll, so bekommt man kaum die Chance, an Hobbies des Partners oder am richtigen Schulunterricht teilzunehmen. Dabei muss man natürlich bedenken, dass man durch dieses „volle Programm“ in kurzer Zeit extrem viel von der Gegend zu sehen bekommt. Bei Gruppenaustauschen kann man jedoch nicht entscheiden, wohin man fährt und wie lange man bleibt. Das entscheidet die organisierende Lehrkraft.
Zum anderen gibt es sogenannte „Individualaustausche“. Diese zeichnen sich darin aus, dass man den Aufenthalt ganz ohne Lehrkraft verbringt. Bei solch einem Austausch reisen typischerweise Gruppen aus zwei bis vier Schülern, manchmal ist man auch alleine. Und selbst, wenn man die Mitreisenden nicht kennt, braucht man sich keine Sorgen zu machen. Auf meinen beiden Individualaustauschen war ich jeweils mit Schülern, die ich praktisch nur vom Sehen her kannte. Trotzdem haben wir viel Zeit miteinander verbracht und hatten großen Spaß. Und für den Fall, dass man sich wirklich nicht gut versteht (kann ich mir nicht vorstellen), kann man seine Zeit ja mit seinen Austauschpartnern oder anderen Freunden, die man finden wird, verbringen. Wichtig bei Individualaustauschen ist es, anzumerken, dass man so gut wie kein von der Schule vorgegebenes Programm hat. Natürlich muss man den Unterricht zu den regulären Zeiten besuchen, aber den Rest der Zeit kann man nach seinen Wünschen gestalten. Man schreibt in dieser Zeit auch an einer kleinen Projektarbeit für die deutsche Schule. Durch diesen Austausch bekommt man viel vom regulären Alltag und Familienleben mit. Die Aktivitäten, die man dort plant, sind auch besser auf eure individuellen Vorlieben abgestimmt, denn ihr und eure Austauschfamilie können zusammen überlegen, worauf ihr Lust habt.
Falls ihr euch für einen Individualaustausch entschieden habt, solltet ihr euch Gedanken über die Länge machen. Dabei muss man sich natürlich im Klaren darüber sein, dass man das ganze verpasste Material selbständig nachholt. Es gibt hierbei viele Faktoren mit einzubeziehen, z. B. in welcher Stufe ihr seid, ob das euer erster Austausch ist oder wie es um eure Noten steht.In der Oberstufe sind lange Austausche nicht zu empfehlen. In der Mittelstufe dagegen sind sie durchaus gut umzusetzen. Wenn man große Probleme in der Schule hat, könnte der verpasste Stoff die Lage noch verschlechtern, daher wäre ein kurzer Austausch angemessener. Falls man noch gar keine Erfahrungen mit Auslandsreisen hat, ist es ratsam, nicht direkt super lange wegzugehen, man sollte sich eher Stück für Stück herantrauen. Außerdem kann man auch an Austauschen teilnehmen, wenn man kein freies Zimmer hat. Bei Kurzaufenthalten ist es durchaus denkbar, sich ein Zimmer zu teilen.
Bei dem Ort ist man relativ frei. In erster Linie muss das Land in der EU liegen. Unsere Schule hat einige Partnerschulen, aus denen man wählen kann. Falls man eigene Kontakte hat, kann man auch bei Bekannten wohnen. Und wenn man in ein Land möchte, das nicht auf der Liste steht, dann fragt einfach mal nach. Mit etwas Glück könnte Frau Caesar etwas organisieren. Beim Aussuchen des Landes kommt es komplett auf die eigenen Präferenzen an. Manche mögen warmes Wetter, lernen die Sprache des Landes, interessieren sich für die Geschichte des Landes oder möchten sich die Landschaft ansehen. Informiert euch einfach im Voraus über die Länder und entscheidet darauf basierend.
Zusammengefasst gibt es für jeden Interessierten etwas Passendes. Und falls man trotzdem Fragen hat oder sich unsicher ist, was zu einem selbst passt, kann man einfach mal nachfragen.
Elisabeth Hoffmann (MSS 11)
veröffentlicht am 10.2.2026