Austausch in die Küstenstadt Liepāja
Das Herausragende an meiner Zeit in Liepāja bei meinem Austausch im Rahmen des Erasmus+-Austausches war die Meeresnähe. Hier in Koblenz haben wir zwar den Rhein direkt vor der Haustür, aber das Meer ist etwas ganz Besonderes.
In den 14 Tagen dort war ich fast jeden zweiten Tag am Strand und das immer an einer anderen Stelle. Direkt nach meiner Ankunft, an meinem ersten Abend in Lettland, sind wir an einen Strand gefahren. Dort brannten zwei riesige Lagerfeuer und jemand sang "Life". Dies ist am 31. August, dem Samstag vor Schulbeginn, eine Tradition in Liepāja.
Insgesamt spielt sich viel vom örtlichen Leben am Strand ab. An einem Schultag ist sogar die ganze Schule über die Straßen ans Meer gelaufen und hat dort Team Building - Übungen gemacht.
Meine Austauschpartnerin Anna ist ein sehr aktiver Mensch. Sie hat mir jeden Winkel gezeigt, den sie kennt und mir auch viele Infos zu den Sehenswürdigkeiten erzählt. So habe ich unglaublich viel von der ganzen Stadt gesehen. Besonders interessant fand ich den See von Liepāja. Ein großer Teil des Sees führt nämlich gar kein Wasser mehr, es ist einfach eine Fläche mit Schilfbewuchs, die mal ein See war. An anderen Stellen ist der See noch mit Wasser gefüllt und es gibt ewig lange Stege, auf denen man auf den See hinaus laufen kann.
Von meiner Gastfamilie wurde ich herzlichst aufgenommen und durfte viele lettische Spezialitäten, vor allem Süßigkeiten, probieren. An einem Tag am Wochenende sind wir mit Annas Eltern spontan einfach ins Nachbarland Litauen gefahren. Die Fahrt hat nur ca. 1,5 Stunden gedauert, unter anderem haben wir auch dort wieder den Strand besucht. Einfach ins Nachbarland zu fahren kam mir unglaublich besonders vor, aber ich glaube für Annas Familie ist das ganz normal.
Lediglich die Kommunikation war etwas schwierig mit meiner Gastfamilie, aber dank Annas Hilfe war das kein Problem.
Die Schule war nicht viel anders als in Deutschland. Was mich am stärksten überrascht hat, war, dass alle SchülerInnen, wirklich alle, ihren LehrerInnen am ersten Schultag Blumensträuße mitgebracht haben. Auch dies ist in Lettland eine Tradition, wie ich erfahren habe. Alle LehrerInnen sind am Ende des ersten Schultags mit riesigen Sträußen aus dem Schulgebäude gegangen. Auch ich durfte der Klassenlehrerin von Anna Blumen mitbringen.
Da ich die Landessprache nicht spreche, habe ich im Unterricht leider in vielen Fächern nichts verstanden, dafür hatte ich aber jede Menge Zeit, die Aufgaben für meinen eigenen Unterricht in Deutschland nachzuarbeiten. Es wird aber Deutsch in Liepāja schon in der 1. Klasse der Grundschule als freiwilliges Fach, angeboten. Die Deutschlehrer sprechen dort extrem gut und akzentfrei Deutsch. So konnte ich mit diesen LehrerInnen bei Bedarf auf Deutsch kommunizieren.
Die Wochen in Lettland waren für mich eine wundervolle Erfahrung, die mich auf persönlicher Ebene extrem weitergebracht hat. Ich hoffe meine Freundin Anna möglichst bald wiedersehen zu können und ihre Familie in Liepāja wieder besuchen zu können.
Nele Mitnacht (MSS 12)
veröffentlicht am 30.10.2024
Der Alltag in Frankreich (Erasmus+-Bericht)
In Frankreich unterscheidet sich der Alltag zu uns hier in Deutschland nur kaum. Dennoch gibt es kleine Unterschiede, die ich während meines Erasmus+-Austausches in den zwei Wochen in Rouen kennenlernen durfte. Bei der Schule angefangen ist es ein großer Unterschied, dass schon die jüngeren Schüler bis 16 oder 17 Uhr zur Schule gehen müssen. Zudem kommt hinzu, dass eine einzelne Schulstunde 55 Minuten lang ist und keine 45 wie bei uns. In jeder Schule in Frankreich gibt es eine Kantine, in der zu Mittag gegessen wird, das machen sowohl Schüler als auch Lehrer. Die Tradition des freien Mittwochnachmittags wird an den meisten Collèges (Schule von der 6. -9. Klasse) beibehalten. An den Lycées (Schule von der 10.-12. Klasse) wird dies nicht immer beibehalten. Auf der Schule meiner Austauschpartnerin jedoch haben die Schüler jeden Mittwochnachmittag frei, müssen dafür allerdings jeden Samstagmorgen zur Schule. Die Essenszeiten sind ebenfalls leicht anders. Vor der Schule wird gefrühstückt, um 12 Uhr gibt es meistens Mittagsessen, in der Schule kann das auch zwischen 11 und 13 Uhr variieren, je nach Stundenplan. Das Abendessen findet meist zwischen 20 Uhr und 21 Uhr statt. Da dabei eine so große Essenlücke entsteht, gibt es meistens eine kleine Zwischenmahlzeit wie Gebäck oder Joghurt mit Müsli und Marmelade. Außerdem gibt es nach jedem Abendessen einen Nachtisch, ob es Früchtejoghurt, Pudding oder Kuchen und/oder Käse ist, es gibt immer eine Kleinigkeit. Am Wochenende und zu besonderen Anlässen, wie Geburtstage, gibt es vor dem eigentlichen Essen einen Apéro. Dabei wird meist Sekt etc. getrunken und viel geredet, dazu gibt es kleine Snacks wie Chips oder Tomaten. Im Generellen lässt sich sagen, dass in Frankreich viel Wert auf gutes Essen, die Familie und gute Gesellschaft gelegt wird.
Amélie Adam (MSS 12)
veröffentlicht am 24.09.2024
Essen in Frankreich bzw. das Leben als Veganer in Frankreich
Die Franzosen essen Käse, Croissants und auch mal Schnecken oder Froschschenkel... In der Regel sind das Klischees, die wir Deutschen haben und die einen als Veganer nicht unbedingt reizen würden. Die französische Küche ist aber zum Glück viel mehr als das und das durfte ich in meinen zwei Wochen, die ich in Rouen in Frankreich beim Erasmus+-Austausch verbracht habe, erfahren. Zunächst hatte ich ein wenig Bedenken, ob die Umsetzung der Ernährung, wie ich sie bisher gewohnt war, auch weiterhin machbar sein würde. Schon im Vorhinein habe ich mich darauf eingestellt, Abstriche machen zu müssen. Mit großem Glück kann ich sagen, dass ich eine super liebe Gastfamilie hatte, die sehr auf mein Wohlbefinden Wert gelegt hat. Ein bisschen schwieriger war es hingegen in der Schulkantine, in der es oftmals nur das Gleiche gab oder gar kein veganes Angebot vorhanden war.
Ein klassisches französisches Frühstück, so wie ich es in meiner Gastfamilie gelernt habe, fällt in der Regel etwas kleiner aus als das Frühstück, das wir vielleicht von Zuhause kennen. Es gab Croissants, Baguette und Kaffee und Marmelade dazu. Oftmals haben die Gastelten aber auch Müsli oder Obst gegessen.
Vormittags in der Schule gab es nichts zu essen, ganz anders als in Deutschland, wo fast jeder eine Brotdose dabei hat, für die Pause zwischendurch. Mittagessen gab es dann so gut wie immer in der Schulkantine, oftmals gab es eine Auswahl zwischen zwei oder drei verschiedenen Gerichten. Dabei war vegetarisch kein Problem, vegan hingegen schon. Das Gemüse oder aber auch die Nudeln waren oft in Butter geschwenkt und Vorspeise sowie Nachtisch oft käse- oder fleischlastig. Trotzdem habe ich meistens etwas finden können und auch wenn mal nichts dabei war, gab es einen kleinen Supermarkt, der zehn Minuten von der Schule entfernt war, der mich zuverlässig versorgt hat.
Nicht nur in der Kantine, sondern auch in der französischen Familie bestand das Essen immer aus einer Vorspeise, dem Hauptgang und einem Nachtisch. Egal was es zu essen gab, es wurde immer auch ein Stück Baguette dazu gegessen.. Eine Sache, die mir bereits bekannt war, die ich aber wieder so erlebt habe, sind die Stoffservietten. Jeder hat seine eigene, die man sich beim Essen auf die Beine legt, um die Kleidung zu schonen. Dieses eher feine Essverhalten stand dann wiederrum ganz im Kontrast zum Frühstück, denn für ein Stück Baguette oder eben das Croissant gab es keine Teller, sondern es wurde vom Tisch oder auch von einem Platzset gegessen.
Ich würde sagen, dass die Familie in der ich war, sehr typisch französisch gegessen wurde, nur eben für mich vegan. Galette, eine Art salziger Crêpe aus Buchweizen, war eins meiner Lieblingsessen in dem Zeitraum. Es kommt wohl aus der Bretagne und wird klassischerweise mit Schinken, Käse und Eiern serviert. Ein weiterer meiner Favoriten war die Tarte Tartin, eigentlich ist das eine Apfeltarte mit karamellisierten Äpfeln, man kann sie aber auch, wie ich gelernt habe, mit Zwiebeln zuubereiten und sie dann als Hauptgericht essen. Zum Nachtisch gab es so gut wie immer eine Käseplatte und mir wurde im Gegenzug Sojajoghurt oder Obst angeboten. Natürlich gab es an einem Abend auch mal Mousse au chocolat, welches zu meinem Glück sogar vegan war und sehr lecker geschmeckt hat. Generell muss ich sagen, dass meine Gastfamilie sehr gut und frisch gekocht hat und mir überhaupt so das Essen in Frankreich ermöglicht hat.
Amelie Wolfram (MSS 12)
veröffentlicht am 15.09.2024
Olympiade 2024 Paris



Spaniengegenaustausch - Dienstag
Am Dienstag, den 18.06.2024 fuhren wir mit den Spaniern nach Mainz, um mit ihnen eine Tour des Mainzer Stadiums sowie im Rahmen unserer Kooperation mit Mainz 05 einen Workshop zu Audiokommentar-Diensten, kurz ADCs, zu unternehmen. Wir lernten, was die Unterschiede zwischen ihnen und der normalen Moderation sind und wie sie blinden Sportfans helfen, auch am Spaß und dem Erlebnis eines Fußballspieles oder Handballspieles teilzuhaben. Die UEFA Champions League 2024 wurde komplett live für Blinde kommentiert! Wir bekamen Brillen, damit wir auch die verschiedenen Arten der Blindheit und der Augenkrankheiten selbst erleben können.
Anschließend durften wir durch die Stadt bummeln, wo wir Dinge machten wie Geschenke kaufen. Manche haben zum ersten Mal Çiğ Köfte probiert oder einfach rumgelungert. Es hat Spaß gemacht und wir hatten ein interessantes Gespräch mit einem älteren Briten und einem Polizisten im Zug.
Danach gingen wir alle nach Hause und trafen uns im EKZ, damit die Spanier nicht rumnörgelten, dass sie sich irgendwo mit den anderen treffen wollen. Ist wohl etwas Spanisches jeden Abend irgendwo auszugehen. Danach ging es nach Hause für ein schönes Abendessen.
Ali Al - Mosawi (9b)
veröffentlicht am 7.7.2024